Saudi-Arabiens langfristiges Ziel, nuklear zu werden - mit US-Unterstützung

Von Shanta Roy

Photo: U.S. Deputy Minister of Energy Pays a Visit to King Abdullah City for Atomic and Renewable Energy (KACARE). January 2018. Credit: KACARE

NEW YORK (IDN) - Die immer gemütlichere Beziehung der Trump-Administration zu Saudi-Arabien hat zu weit verbreiteten Spekulationen geführt, dass die Vereinigten Staaten den Saudis - direkt oder indirekt - helfen könnten, ihr langfristiges Ziel zu erreichen, Atomwaffen zu erwerben.

Streitlustige Politik und feindseliger Diskurs überschatten Abrüstungsinitiativen der Vereinten Nationen

Von Jaya Ramachandran

Saal der UN-Generalversammlung. UN Foto/Manuel Elias

NEW YORK (IDN) – "Wenn man das diesjährige Erste Komitee mit nur einem einzigen Wort beschreiben müsste, wäre streitsüchtig eine angemessene Wahl. Die zunehmende Zahl – im wahrsten Sinne des Wortes – der Anschuldigungen und Ablehnungen ist so nah an Beschimpfungen, wie es in diplomatischen Foren möglich ist", sagt Ray Acheson, Direktor von Reaching Critical Will in einem Editorial in der November-5-Ausgabe des 'First Committee Monitor 2018'.

Hinter der Aufschiebung der wegweisenden UN-Konferenz ist der lange Arm der Atomwaffenstaaten zu sehen

Von Alyn Ware

Der Autor ist Ko-Vorsitzender der Abrüstungskommission des World Future Council.

Photo: Security Council meeting on Maintenance of international peace and security,  Nuclear non-proliferation and nuclear disarmament. Credit: UN Photo/Loey Felipe

NEW YORK (IDN) – Am 14. Mai 2018 sollte bei den Vereinten Nationen eine dreitägige hochrangige Konferenz für nukleare Abrüstung eröffnet werden, in deren Rahmen "über wirksame Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung zur vollständigen Beseitigung von Atomwaffen diskutiert werden soll, insbesondere über ein umfassendes Übereinkommen über Atomwaffen".

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss vor fünf Jahren, eine solche Konferenz im Jahr 2018 abzuhalten, nach einer Reihe von jährlichen eintägigen hochrangigen Treffen bei den Vereinten Nationen.

Experten betonen die Relevanz des UN-Gipfels zur nuklearen Abrüstung

Von Santo D. Banerjee

Foto: Jackie Cabasso, Exekutive Direktorin der Stiftung Western States Legal Foundation, zweite von links, auf einer Pressekonferenz bei den Vereinten Nationen am 28. März. Rechts von ihr ist John Burroughs, und rechts von ihr sind: Holger Guessfeld, Gene Seidman und Alyn Ware.

NEW YORK (IDN) – Die wachsende Unsicherheit hinsichtlich des internationalen Friedens und der Sicherheit betont das entscheidende Bedürfnis nach einem andauernden Dialog und unermüdlicher Diplomatie, um zahlreiche Konflikte zu verhindern, die eine nukleare Konfrontation auslösen könnten, meinen Abrüstungsexperten und Aktivisten.

USA unterminieren das globale Atomtest-Tabu

Von Ramesh Jaura

BERLIN | GENF (IDN) – In einem neuen Dokument, das die Haltung zu Nuklearpolitik, Strategie, Fähigkeiten und Stärke für die nächsten fünf bis zehn Jahre erläutert, wird erklärt, dass die Trump-Regierung nicht beabsichtigt, ein globales Abkommen zu ratifizieren, welches die Atom-Tests verbietet. Es schließt die Wiederaufnahme solcher Tests auch nicht aus.

Indiens nukleare Abschreckungspolitik kommt in Fahrt

Von Sudha Ramachandran

BANGALORE (IDN) – „Obwohl Indien eine zögerliche Atommacht ist, wird die nukleare Abschreckung in Indiens nationaler Sicherheitsstrategie in den nächsten Jahrzehnten weiterhin eine entscheidende Rolle spielen", sagt Brigadegeneral Gurmeet Kanwal am indischen Institut für Verteidigungsstudien und -analysen (IDSA).

Die hochrangige UN-Koferenz hat durch eine Warnung der Atomkriegsuhr an Bedeutung gewonnen

Von Alyn Ware*

NEW YORK (IDN) – Das Anzeigebrett der Atomwissenschaftler hat am 25. Januar die Zeiger der symbolischen Atomkriegsuhr auf 2 Minuten vor Mitternacht gestellt, was darauf hindeutet, dass die Gefahr eines durch einen Unfall, Fehleinschätzungen oder gar geplanten Atomskriegs auf ein alarmierendes Maß gestiegen ist und der Klimawandel nicht aufgehalten wird.

ICAN-Chefin zeigt Japan den Weg aus der Sackgasse

Von Katsuhiro Asagiri

TOKYO (IDN) - „Ich wünsche mir, dass alle Staaten, insbesondere Japan, dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten. Kein Hibakusha mehr“, schrieb Beatrice Fihn, Geschäftsführerin der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), auf einer Info-Wand bei der Eröffnung einer Ausstellung am 12. Januar im Atombombenmuseum von Nagasaki.

Der Vatikan unterstützt dringend eine atomwaffenfreie Welt

Von Ramesh Jaura

VATIKANSTADT (IDN) – Die erste internationale Konferenz des Vatikans zu den Aussichten für „eine Welt frei von Nuklearwaffen und für Abrüstung aus einem Guss“ vom 10. bis 11. November war nicht absichtlich so geplant, dass sie sich mit dem Asien-Besuch des US-Präsidenten, Donald Trump, überschnitten hat, zu einem Zeitpunkt, wo die USA erhöhte Spannungen mit Nord-Korea konfrontierten. Sie wurde einige Jahre lang vorbereitet und der Zeitpunkt, wie Kardinal Peter Turkson aus Ghana festhielt, ist ein Zusammentreffen, das als ein Akt „göttlicher Vorsehung“ betrachtet werden könnte.

Die Unterzeichnung des UN-Abkommens ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer atomwaffenfreien Welt

Von Shanta Roy

Foto: Das Abkommen zum Verbot von Atomwaffen, geöffnet zur Unterschrift in der Zentrale der Vereinten Nationen in New York am 20. September 2017. Es wird auf unbestimmte Zeit geöffnet bleiben. Wenn 50 Nationen unterzeichnet oder dem Abkommen zugestimmt haben, wird es in Kraft treten. Zur Verfügung gestellt von: ICAN

VEREINTE NATIONEN (IDN) – Die internationale Gemeinschaft unternahm den ersten, bedeutenden Schritt in Richtung einer atomwaffenfreien Welt, als über 50 Nationen ein bahnbrechendes Abkommen unterzeichneten, das am 7. Juli von UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet wurde.  

Es wird erwartet, dass die feierliche Unterzeichnung, die am 20. September im Rahmen der 72. Vollversammlung begann, weitergehen wird, wenn sich immer mehr Länder der Liste der unterzeichnenden Nationen des Abkommens anschließen, das mit einer überwältigenden Zustimmung von 122 Ländern mit nur einer Gegenstimme (Niederlande) und einer Enthaltung (Singapur) verabschiedet wurde.

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