Die Konferenz in Ulan-Bator betont die Rolle einzelner Staaten beim nuklearen Abrüstungsprozess

Von Jamshed Baruah

Bildnachweis: The Blue Banner

NEW YORK | ULAN-BATOR (IDN) – Während der UN-Sicherheitsrat einstimmig Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) als Reaktion auf den sechsten und stärksten Atomtest des Landes Anfang September befürwortete, forderte er gleichzeitig die Wiederaufnahme der Sechsparteiengespräche.

Der 15-köpfige Rat hat sich für die multilateralen Verhandlungen zwischen China, der Demokratischen Volksrepublik Korea, Japan, der Republik Korea, der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten eingesetzt und sich zu einer „friedlichen, diplomatischen und politischen Lösung der Lage auf der koreanischen Halbinsel“ vepflichtet.

UN-Ausschuss bleibt skeptisch über die Sanktionen gegen Nordkorea

Von Ramesh Jaura

Foto: Menschen der Armee begrüßen freudig den Erfolg im H-Bombentest. Namensnennung: The Rodong Sinmun.

BERLIN | NEW YORK (IDN) – Sechs Tage bevor der UN-Sicherheitsausschuss einstimmig zustimmte, härtere Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) zu verhängen, erhielt er einen alles andere als ermutigenden Bericht über die Durchführung der bisher scharf kritisierten Sanktionen.

Glaubensgemeinschaften fordern die weltweite Annahme des Atomwaffen-Verbotsvertrages

 Von  Jamshed Baruah

VEREINTE NATIONEN (IDN) –  Während die Annahme des Atomwaffen-Verbotsvertrags der Vereinten Nationen „als ein wichtiger Schritt zum Ziel einer von Atomwaffen befreiten Welt“ von ihnen begrüßt wird, fordern Glaubensgemeinschaften, die sich von Nuklearwaffen tief betroffen fühlen, in einem „Öffentlichen Statement“ die weltweite Annahme und Umsetzung des Vertrages.

Der am 7. Juli 2017 im UN-Hauptsitz in New York verabschiedete Vertrag enthält detaillierte Bestimmungen über ein umfassendes Verbot der Entwicklung, der Produktion, des Besitzes, der Lagerung, der Prüfung, der Nutzung oder der Bedrohung durch den Einsatz von Atomwaffen. Er ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen bei den Vereinten Nationen mit mehr als 120 Regierungen und vielen Vertretern der Zivilgesellschaft.

Smart Bomben sind die Antwort der USA auf den Atomwaffen-Verbotsvertrag

Analyse von Rick Wayman*

WASHINGTON, D.C. (IDN) – Am 23. Mai veröffentlichte das US-Department für Energie (DOE) eine Pressemitteilung, in welcher der von Präsident Donald Trump vorgeschlagene Haushaltsetat für 2018 gepriesen wurde. Die DOE lobte speziell die für Waffen-Vorhaben vorgeschlagenen 10,2 Milliarden Dollar, welche die „Sicherstellung, Sicherheit und Wirksamkeit unserer Nuklearwaffen-Unternehmungen“ erhalten und verbessern sollen.

Nukleare Abrüstung ist ein Gebot der Humanität

 Von Dr. J. Enkhsaikhan

Dr. J. Enkhsaikhan ist Vorsitzender der NGO Blue Banner und ehemaliger Ständiger Vertreter der Mongolei bei den Vereinten Nationen in New York und Wien. Dieser Artikel kommt im Vorfeld der beiden Sitzungen der UN-Generalversammlung -  geplant für den 27. März bis 31. März 2017 und den 15. Juni bis 07. Juli 2017 um ein „rechtlich bindendes Instrument zum Verbot von Atomwaffen zu verhandeln, was dann zu ihrer völligen Beseitigung führt“.

Die UN ebnet den Weg für eine Konferenz zu einem Vertrag über die Abschaffung von Atomwaffen

 Von Jamshed Baruah

GENF / NEW YORK (IDN) – Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat bestätigt, dass sie ab März 2017 eine für alle Mitgliedsstaaten offene Konferenz abhalten wollen, um ein „rechtlich bindendes Instrument zum Verbot von Atomwaffen auszuhandeln, was zu deren vollständiger Beseitigung führen soll“. Die Konferenz, welche am UN-Hauptquartier in New York stattfindet, wird in zwei Tagungs-Perioden aufgeteilt: 27. bis 31. März und vom 15. Juni bis 7. Juli 2017.

Jugendkampagne für eine atomwaffenfreie Welt bei Konferenz in Nagasaki

 Von Katsuhiro Asagiri

Nagasaki (IDN) – Ein Forum für Jugend-Kommunikatoren, das 2013 vom Japanischen Außenminister Fumio Kishida ins Leben gerufen wurde, hat Menschen auf der ganzen Welt bewegt zu erkennen, dass Atomwaffen nicht nur riesige Geldmengen verschlingen, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für internationalen Frieden und Sicherheit, für die globale Umwelt und das Überleben der Menschheit darstellen.

Die Jugend-Kommunikatoren trafen sich in der japanischen Stadt Nagasaki, die zusammen mit Hiroshima vor 71 Jahren einen Atombombenabwurf erlitten hat. Sie versprachen die dringende Notwendigkeit, eine atomwaffenfreie Welt anzustreben, zu kommunizieren und schlugen eine Reihe von Schritten vor, dieses Ziel zu erreichen.

UN-Chef beklagt “chronischen Stillstand“ bei der Abrüstung

 Von Rodney Reynolds

NEW YORK (IDN) – UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der hinsichtlich der Forcierung seiner langjährigen Kampagne „eine Welt ohne Atomwaffen“ unerschütterlich blieb, hat seiner großen Enttäuschung über die tiefe Spaltung bei den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen Ausdruck verliehen, was die Zukunft der multilateralen Abrüstung angeht.

Auf der einen Seite argumentieren die Kernwaffenstaaten, zusammen mit vielen Ihrer Verbündeten, dass sie Schritte unternommen haben, ihre Arsenale zu reduzieren, sagte er.

Glaubensbasierte Gruppen machen Abrüstung zu ihrer Sache

 Von T.K. Fernandes

NEW YORK (IDN) – Seit der tödlichen Verwendung von Atombomben in Hiroshima und Nagasaki im Jahre 1945 forderte die internationale Gemeinschaft die Beseitigung von Atomwaffen. Trotz langsamer Fortschritte hat sich die Zivilgesellschaft unermüdlich für eine Nuklearwaffen-freie Welt eingesetzt und sie ist in der Tat prinzipiell der Verwirklichung einen Schritt nähergekommen.

UN-Sicherheitsrat bannt Nuklear-Tests aber keine Bomben

Von Ramesh Jaura

NEW YORK (IDN) – Einen Tag vor dem 20. Jahrestag der Eröffnung zur Unterzeichnung des Umfassenden Atomteststopp-Vertrages (CTBT) nahm der UN-Sicherheitsrat eine Entschließung an, die de facto den globalen Bann der Nuklearwaffen-Tests wieder in Kraft setzte, welcher 20 Jahre zuvor auf den Weg gebracht wurde.

Das 15-köpfige Gremium – bestehend aus den Vereinigten Staaten, Russland, China, Großbritannien und Frankreich als ständige Mitglieder (P5) mit Vetorecht und 10 Nichtständigen-Mitgliedern, die für einen Zeitraum von zwei Jahren durch Rotation bestimmt wurden – nahmen die Resolution nach ausgedehnten Diskussionen am 23. September 2016 durch eine Abstimmung an: 14, die dafür stimmten, ohne Gegenstimme aber bei einer Enthaltung von Ägypten mit der Begründung, dass der Text nicht auch auf die Notwendigkeit der nuklearen Abrüstung hinweist.