Augenzeuge von Atomexplosion fordert Weltmächte heraus

Von Thalif Deen

New York (IPS) - Als der Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brun, auf dem dritten Treffen zur Vorbereitung (PrepCom) der Konferenz für die Revision des Atomwaffensperrvertrags (NPT) im nächsten Jahr die Teilnehmer fragte, ob einer
von ihnen schon mal eine nukleare Sprengung miterlebt habe, folgte Schweigen.

Anti-Atomwaffen-Bewegung sieht Chancen für baldigen Verhandlungsbeginn

Von Emilio Godoy

Nuevo Vallarta (IPS) – Die Staaten, die für eine atomare Abrüstung eintreten, sind offenbar bereit, sich noch in diesem Jahr auf einen Termin für die Aufnahme formaler Verhandlungen über die Abschaffung von Kernwaffen zu einigen. Das haben Teilnehmer der zweiten Konferenz über die humanitären Folgen von Atomwaffen durchblicken lassen, die vom 13. bis 14. Februar in Nuevo Vallarta stattfand.

Gipfel für nukleare Sicherheit im März blendet Gefahr durch Atomstaaten aus

 Von Thalif Deen

New York (IPS) – Im März kommen mehr als 50 Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel für nukleare Sicherheit (NSS) in Den Haag zusammen. Sie werden sich vor allem der Frage widmen, wie sie verhindern können, dass Kernwaffen und Nuklearmaterial in die Hände von nicht-staatlichen Akteuren und Terroristen fallen. Doch nach Ansicht von Aktivisten und Wissenschaftlern sollte auch die Gefahren diskutiert werden, die von den Ländern ausgehen, die im Besitz solcher Massenvernichtungswaffen sind.

Kennedy-Tochter trägt Friedensfackel nach Japan

Photo: Caroline Kennedy | Credit: U.S. State Dept.Von Taro Ichikawa

Tokio (IDN) - Caroline Kennedy war 20 Jahre alt, als sie ihren Onkel, den früheren US-Senator Edward Kennedy, nach Hiroshima begleitete. Damals besuchte sie auch das dortige Friedensmuseum, das an die katastrophalen Folgen des US-Atombombenangriffs erinnert, der am 6. August 1945 140.000 Japanern das Leben kostete.

'Wir erleben einen in Zeitlupe verlaufenden Atomkrieg' – Professor Robert Jacobs im Interview

Von Julio Godoy

Berlin (IDN) – Robert Jacobs wurde vor 53 Jahren geboren – auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges und inmitten der damaligen Angst vor der atomaren Vernichtung. Im Alter von acht Jahren wurde ihm die Gefahr, die von Atomwaffen ausgeht, erstmals bewusst. Das Thema hat ihn nie wieder losgelassen.

SAUDI-ARABIEN: Über Atomabkommen mit Iran erbittert

Von Thalif Deen

New York (IPS) – Saudi-Arabiens ablehnende Haltung gegenüber dem im letzten Monat von den ständigen UN-Sicherheitsratsmitgliedern plus Deutschland (P5+1) ausgehandelten Nuklearabkommen mit dem Iran hat Spekulationen über die künftige Militärpolitik des Königreichs ausgelöst. Befürchtet wird, dass sich Riad veranlasst sehen könnte, selbst atomar aufzurüsten.

Die für einen Zeitraum von sechs Monaten geltende Übergangsregelung sieht vor, dass Teheran einen Teil seines Atomprogramms einfriert und die gegen den Iran verhängten internationalen Sanktionen im Gegenzug gelockert werden.

Vorschläge für nukleare Abrüstung – Appell von Nagasaki weist den Weg

Photo credit: popularresistance.orgVon Ramesh Jaura

Berlin | Nagasaki (IDN) – Mehr als 50.000 Atomwaffen wurden seit dem historischen Gipfeltreffen zwischen dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan und dem damaligen sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow in Reykjavik vernichtet. Die Verhandlungen mündeten im Dezember 1987 in dem bahnbrechenden Vertrag zur Eliminierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF). Doch noch immer gibt es 17.300 atomare Sprengköpfe mit einem riesigen Zerstörungspotenzial. Sie könnten die Menschheit und fast alles Leben auf der Erde gleich mehrere Male vernichten.

Kernwaffen-Gegner finden immer mehr Mitstreiter

Quelle: ICANVon Ramesh Jaura

Berlin (IDN) – An der nuklearen Abrüstungsfront gibt es viele Erfolge zu vermelden. Doch bis zur vollständigen Ächtung von Kernwaffen ist es noch ein langer Weg. Fast 70 Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki bedrohen noch 17.000 atomare Sprengköpfe das Überleben der Menschheit.

Hiroshima und Nagasaki wollen atomwaffenfreie Welt bis 2020

Von Ramesh Jaura

Berlin, Hiroshima (IDN) – "Internationale Entscheidungsführer, hochrangige UN-Vertreter, Bürgermeister und andere Atomwaffengegner aus aller Welt, die in Hiroshima und Nagasaki an einem Gipfeltreffen zum 70. Jahrestags der Atombombenanschläge auf die beiden japanischen Städte teilnehmen, haben bis 2020 die Ächtung von Atomwaffen bekanntgegeben. Sie forderten die Regierungen auf, möglichst bald einer Atomwaffenkonvention zuzustimmen."

Hochrangiges UN-Treffen bietet Chance für atomare Abrüstung

Ein Kommentar von Jonathan Granoff*

Harrisburg, Pennsylvania, USA (IPS) – Alle Staaten sind eingeladen, am 26. September auf höchster Ebene am Hochrangigen Treffen der UN-Vollversammlung zum Thema nukleare Abrüstung teilzunehmen. So etwas hat es noch nie gegeben. Und wir haben noch nie einen solchen Augenblick der Krise gepaart mit einer großen Chance erlebt.

Die Krise rührt daher, dass weder die USA noch Russland, die mehr als 95 Prozent der weltweiten Atomwaffen besitzen, der Ratio der Mehrheit der Länder folgen wollen, die sich für ein globales Abkommen zur Ächtung von Kernwaffen beziehungsweise für ein auch vom UN-Generalsekretär propagiertes Rahmenwerk verbindlicher Abkommen einsetzen. Um einen Fortschritt in Richtung nuklearer Abrüstung zu erreichen, müssten Vorverhandlungen geführt werden, die aber derzeit nicht im Fokus stehen.